ONLINE BUNDESLIGA

Der Wettkampf auf dem Platz bestimmt den Platz auf der Tabelle. Der einzelne Treffer kann gut und gerne vier bis fünf Tabellenplätze ausmachen und entscheiden, ob der Anschluß an die Spitzengruppe gelingt oder der Fußballöffentlichkeit ein Bild der Mittelmäßigkeit geboten wird.

Fußball ist dabei auf den ersten Blick so offline wie es offliner kaum geht. Körpereinsatz bestimmt das Spiel auf dem Platz, face-to-face-Kommunikation bestimmt das Geschehen auf den Rängen vor, während und nach dem Spiel. Fußball ist ein Ereignis das von Anwesenheit und Geselligkeit lebt. Kein Tummelplatz für Online-User also?

Über den Tabellenplatz in der Online-Welt entscheidet nicht mehr das Personal auf dem Rasen, online entscheiden die User, welchen Rang ein Verein einnimmt. Dabei spielt die Größe der Fangemeinde eine Rolle, daneben aber auch die Zeit, die ein User auf einer Website verbringt.

webmarktes-today hat einen Seitenblick auf die Online-Auftritte der Bundesligavereine geworfen und den Tabellenrang der Vereine nach dem 12. Spieltag ihrem Rang in der Online-Bundesliga gegenübergestellt. So gesehen ergibt sich für den FC Bayern das derzeit ungewohnte Bild der Tabellenführung mit einem Nutzungsanteil von 13%. Platz 2 belegt der HSV mit 11,3%. Tabellenschlußlichter sind der SC Freiburg und der FSV Mainz 05 mit 1,7% beziehungsweise 1,4%.

 

 

Wenn sich die Profi-Kicker der 1. Bundesliga jedes Wochenende zu ihren Spielen treffen, dann locken sie damit im Durchschnitt etwa 750 Tausend Fans in die Stadien. Aber die Stadionbesuche sind für die Fans inzwischen bei weitem nicht mehr die einzige Möglichkeit, ihren Verein im Auge zu behalten und am sozialen Geschehen rund um den Verein teilzunehmen.

Die Online-Auftritte der Vereine sind für die Fußball Bundesliga ein wichtiges Instrument zur Fanbindung geworden. Und diese sind, je nach Verein, mittlerweile bei weitem nicht mehr nur simple Homepages mit Meldungen und Torstatistiken. Eine ganze Reihe von Vereinshomepages sind definitiv im Web 2.0 angekommen.

Dies zeigt sich allein schon bei der Angebotsdiversifizierung, die die Mehrheit der Vereine inzwischen vorgenommen hat. webmarkets-today hat speziell drei Arten von Online-Auftritten bei den Bundesligavereinen analysiert, die bei der Mehrheit der Vereine parallel unter unterschiedlichen Adressen bestehen: die Homepages selber, Video-on-demand (VoD) Angebote und Communities.

 

 

Interessant ist, daß lediglich vier Vereine nicht über Video-on-demand Portale verfügen. Zwei der vier Vereine erzählten uns aber, daß mit dem Gedanken gespielt werde, hier in Zukunft nachzuziehen.
Bei der Frage aber, welche Angebotsform Traffictreiber für die Website ist, ergeben sich bei einem Blcik auf die in Google Adplanner ausgewiesenen Unique Visitors und Nutzungsdauern spannende Ergebnisse. Zu vermuten wäre, daß es gerade die VoD-Angebote sind, die die Nutzungsdauern in die Höhe treiben. Dem ist aber nicht so. Tatsächlich liegen die durchschnittlichen Verweildauern bei den Online-Communities um das ca. zweifache höher als die Verweildauern bei den VoD-Angeboten.

Eine Erklärung hierfür bietet die Anzahl an Unique Visitors auf den jeweiligen Angeboten. Hier ist zu sehen daß die VoD-Angebote ganz offensichtlich noch ein Nischendasein führen. Und die kurzen Nutzungszeiten der User deuten daraufhin, daß die Angebote nur relativ kurz genutzt werden, vermutlich also eher die kostenlosen Testangebote als die kostenpflichtigen Pay-Angebote. Alles in allem machen die VoD-Angebote rund 7% des gesamten Online-Angebotes von Vereinen aus, die VoD anbieten. Der entsprechende Wert für die Online-Communities liegt bei 17%.


Die Marktanteile der Vereinshomepages:

 


Die Marktanteile der VoD-Angebote:

 


Die Marktanteile der Communities unter eigener Domain:

 


METHODE

Abweichend vom üblichen webmarkets-today Verfahren, das darin besteht, für jedes Fact die jeweils standardisierteste Quelle zu verwenden, wird bei den Seitenblicken auf ein einzelnes Webstatistik-Tool, Googles Adplanner zurückgegriffen. Ausnahme bilden lediglich Websites, die einen so geringen Nutzungswert haben, dass eine zusätzliche Berechnung über Alexa vorgenommen werden musste. Durch die von webmarkets-today durchgeführte Aggregation der Daten zu einem Marktanteil lassen sich Websites, die einem gemeinsamen Markt nach Definition von webmarkets-today angehören, vergleichen.
Für die Berechnung des Marktanteils wurden die Facts Unique visitors (users) und Average time on site verwendet. Unique visitors (users) ist definiert als die überschneidungsfreie Anzahl von Menschen, die in einem bestimmten Monat eine Website besucht haben. Average time on site ist definiert als die geschätzte Dauer, die ein Unique Visitor auf einer Website verbringt. webmarkets-today berechnet den Marktanteil, indem durch Multiplikation des Unique visitors (users) mit Average time on site die Gesamtzahl der genutzten Minuten einer Website berechnet werden. Die Summe aller Websites ergibt jeweils 100% des Marktes.